KUNST & KULTURHAUS + STADTTEILZENTRUM 

für die Bürger*innen und Bewohner*innen der Mainzer Neustadt

für die Mainzer Kunst- & Kulturszene

für Vereine und Initiativen

 

Kunst & Kultur | Soziales & Bildung


Fragen an den Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Herrn Michael Ebling:

1. Welche Bedeutung haben Kunst und Kultur für Sie persönlich in der Stadt Mainz?

Kunst und Kultur sind für mich Lebensmittel. Kunst und Kultur sind existenziell, um Menschen erst zum Mensch werden zu lassen. Für die wachsende Stadt Mainz im Ballungsraum Rhein-Main schaffen Kunst und Kultur Unverwechselbarkeit. Ob professionelle Angebote, wie der Leuchtturm Staatstheater Mainz oder die vielfältigen Initiativen der Vereine oder auch ehrenamtliche Kulturarbeit in unseren Stadtteilen: So werden Menschen in einer Stadt verbunden und so entsteht Identifikation und Auseinandersetzung mit dem Ort und mit der Art und Weise wie wir leben. Kunst und Kultur sind immer auch eine Plattform für die Auseinandersetzung, wie ein faires, gerechtes und weltoffenes Miteinander erreicht werden kann. Kunst und Kultur stellen uns Fragen zu unseren gängigen Normen und ermöglichen uns einen kritischen Blick, das gesellschaftlicher Erfolg nicht nur bedingungslos von wirtschaftlicher und technischer Entwicklung abhängig sind, sondern viel stärker von der Art der Weise wie wir nachhaltig gesellschaftlichen Zusammenhalt gestalten.

Ein buntes und kreatives Leben der Kunst- und Kulturszene schafft seinerseits selbst „Klebekräfte“ für Menschen, in Mainz zu bleiben. Urbane Räume entfalten ihre Attraktivität nicht zuletzt auch durch gute Angebote und die Fähigkeit, kreativen Köpfen Raum und Chancen zu geben. 

 

2. Wie sehen Sie die zukünftige Förderung der Stadt Mainz zur Unterstützung und Entwicklung der freien Kulturszene: Räume, Fördermittel etc.?

In einer Stadt, die wächst und die ihre Attraktivität behalten muss, muss auch die Kunst- und Kulturszene mitwachsen können. Mir war bereits in der Vergangenheit wichtig, dass zum Beispiel das KUZ nach endlos langen Jahren der Diskussion endlich angepackt und wiederauferstehen kann. Mir war es genauso wichtig, dass ein bisheriger „Unort“ wie das Alte Rohrlager zu einem neuen Ort von lebendiger und kreativer Kraft wird. Auch bei der Entwicklung des Layenhofs wurde sorgsam darauf geachtet, dass die kulturellen Räume nicht weniger werden, sondern nachhaltig gesichert bleiben. Das war für mich auch Antrieb, mich für eine Sicherung der Kommissbrotbäckerei in kommunaler Hand einzusetzen. In den vergangenen Jahren ist es gelungen, auch im Interesse einer nachhaltigen Politik die städtischen Finanzen deutlich zu verbessern. Inzwischen besitzt die Stadt Mainz wieder die Freiheit, sogenannte „Freiwillige Leistungen“ auszuweiten. Dies eröffnet aus meiner Sicht auch die Chance, die freie Kulturszene zukünftig besser zu fördern.

 

3. Unterstützen Sie ein Soziokulturelles Zentrum in den Räumen der ehemaligen Kommissbrotbäckerei?

Ja. Dies war mir Antrieb, dafür zu sorgen, dass die Wohnbau Mainz und damit eine städtische Tochter das Grundstück erwirbt. Damit bleibt die Entwicklung in kommunaler Hand und gibt Chancen für eine kulturelle Nutzung.

 

4. Wie sollte Ihrer Meinung nach das Angebot eines solchen Soziokulturellen Zentrums aussehen?

Aus meiner Sicht sollte der Anspruch sein, dass in einem Soziokulturellen Zentrum das bunte, weltoffene und kreative Bild der Mainzer Neustadt gespiegelt werden kann.

 

5. Wie müsste Ihrer Meinung nach die Unterstützung der Stadt Mainz für ein solches Soziokulturelles Zentrum aussehen: Finanzen, Infrastruktur, sonstige Hilfsangebote etc.

Die Stadt Mainz sollte Entwicklung und Aufbau und Betrieb der KULTURBÄCKEREI unterstützen. Unterstützung umfasst nach meiner Ansicht sowohl finanzielle Förderung, als auch Beratung und Vernetzung mit der Mainzer Kulturlandschaft. Gerade die kulturellen und nicht-profitorientierten Angebote in Mainz sollten von einem engen Austausch der Akteure und einer gegenseitigen Unterstützungsleistung z. B. bei der Werbung profitieren. Ich gehe davon aus, dass der Verein KULTURBÄCKEREI e. V. auf der Basis der bisher erfolgten Initiativen weiter ein Konzept konkretisieren wird, das als planerische und finanzielle Grundlage für die Realisierung der KULTURBÄCKEREI dienen wird. Auf dieser Grundlage müssen dann auch die Gespräche zur finanziellen Förderung und vieles andere mehr geführt werden. Dabei unterstütze ich den Verein weiterhin sehr gerne.

 

6. Sehen Sie den gemeinnützigen Verein KULTURBÄCKEREI e.V. als zukünftigen Träger des gesamten Gebäudes an der Lahnstraße?

Ja, ich sehe den Verein KULTURBÄCKEREI als zukünftigen Träger des Soziokulturellen Zentrums. Siehe auch Antwort zu 5.

 

7. Welche Schritte zur Realisierung der KULTURBÄCKEREI halten Sie als nächstes für nötig?

Nach meinem letzten Gespräch mit den Vertretern des Vereins sehe ich bereits einen großen Fortschritt erzielt bei der Ermittlung der Grundlagen, der zu nutzenden Räume und der zu adressierenden Gruppen. Ich halte als nächsten Schritt für notwendig, die Planungen zu verfeinern und zu erweitern, dass auch der finanzielle Aufwand für Betrieb und Unterhaltung erkennbar wird. Dann sollten auf dieser Basis auch die Gespräche mit den Stadtratsfraktionen gesucht werden. Dabei bin ich gerne bereit, den Verein in jeder Phase soweit gewünscht zu unterstützen und zu begleiten, um zum Gelingen des Projektes beizutragen.

 

8. Wie stehen Sie zur möglichst langen Zwischennutzung der Räumlichkeiten (evtl. durch einen zusätzlichen Zugang über die Lahnstraße)?

Dies ist ein guter Gedanke, den ich gerne unterstütze.

 

 




VEREINSTREFFEN

Die Infotreffen der KULTURBÄCKEREI finden monatlich

am letzten Dienstag von 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr im Caritas-Zentrum Delbrêl, Aspeltstr. 10 in der Mainzer Neustadt statt.

Eingeladen sind alle, die ein echtes Interesse an einem Soziokulturellen Zentrum in der Mainzer Neustadt haben.
Um 20:00 Uhr startet dann das Arbeitstreffen für aktive Mitglieder.

Mitgliedschaft

Werden Sie aktives Mitglied und engagieren Sie sich regelmäßig für ein Soziokulturelles Zentrum in der Mainzer Neustadt. Oder unterstützen Sie uns auch nur mit Ihrem Mitgliedsbeitrag und werden ein Fördermitglied.

Satzung und Aufnahmeantrag finden Sie unter Verein.